Dieser Blog zeigt einige der interdisziplinären Kunstprojekte von Patricia London Ante Paris.
Die Werkgruppen integrieren Tanz, Malerei, Musik, Skulptur, Film zu Kunsthybriden und sind mit partizipativen Performances für das Publikum verbunden.
Mit der Gründung des LAp kUNStkLUB erweitert Patricia London Ante Paris das Partizipationsangebot und definiert Ausstellungen als Kunstprojekte.
"Die künstlerische Haltung von Patricia London Ante Paris ist intellektuell und geprägt von einer kritischen, wachsamen Zeitgenossenschaft. Aktuelle gesellschaftspolitische Vorgänge mit ihren globalen Auswirkungen fließen in ihre vielschichtigen Arbeiten ein. Stets ist ein utopischer Impetus am Werk: Die Kunst als emanzipatorische Kraft, die verändernd wirken kann."
Dr. Elisabeth Hartung

Patricia London Ante Paris, HUNGER, 2013, Musik: Jo Arneth, Tanz: Stephanie Felber, Ludger Lamers, Kathrin Schafitel



























HUNGER
eine skulpturale Inszenierung und das Ballett Die Drei Delirien

HUNGER ist eine Inszenierung, deren Bedeutungs-und Formebenen entgleiten, so wie beim Hungerdelirium. HUNGER hat minimale Inspirationen aus Knut Hamsuns Hunger, Arthur Rimbauds Saison en Enfer sowie von Josef Strauss‘ Delirienwalzer. HUNGER deutet das Phänomen der zu Dünnen in reichen und der zu Dünnen in armen Ländern an.
Der riesige efemere Skulptur "Der hungrige Mann" wird im Laufe der Ausstellung immer dünner.
Die Softskulpturen "Die Drei Delirien" führten zur Eröffnung der Ausstellung das Ballett Hunger auf mit der Musik der Komponistin Jo Arneth. Die Tänzer sind Katrin Schafitel, Stephanie Felber und Ludger Lamers.
In der Ausstellung ist das Video des Balletts zu sehen, aber vor dem Monitor stehen die Figuren der Skulpturengruppe "Neu", die neue psychische und physische Phänomene darstellen und neugierig in den Monitor auf die drei glückstränenartigen Tänzer im Hungerdelirium schauen und dabei dem Betrachter die Sicht erschweren.
Dafür sieht man um so leichter die sechs Bilder "Glückstränenzahnrad", deren unvollständiges Motiv das Auge komplettieren kann.
Die reflektierende Workshop-Skulptur "Sie sind zu dick?" ist Teil einer partizipativen Performance, die den Besuchern bei den Führungen durch die Ausstellung erlaubt,  sich als zu dick oder zu dünn einzuordnen.
Die "Hungerarmband-Edition" zitiert aus Hamsuns Hunger eine zentrale Stelle und ist selbst eine Variation derselben.
Zur Finissage der Ausstellung gibt es als partizipative Performance eine "Einladung zum kommunalen Mord am Hungrigen Mann".




Die 3 Delirien, 4.8.14

Die 3 Delirien, Softskulpturen

Performance Die 3 Delirien

Die 3 Delirien, Tanz





















Der hungrige Mann, 2013, Latex, efemere Skulptur, 800 x 300 x400 cm

NEUe psychische und physische Phänomene, 2013, Lindenholz, je 50 x 40 x 30 cm

Glückstränenzahnrad, 2013, Acryl/Lw., je 24 x 18 cm


























































NEU ..., 6 Skulpturen, 2013, Lindenholz
Sie sind zu dick?, 2013, Skulptur, Spiegelfolie

Hungerarmband, 2013, Edition, AL15

Plakat, 2013

Einladung zum kommunalen Mord am hungrigen Mann, partizipative Performance